19 March 2026, 12:21

Moers würdigt vergessene Spuren jüdischen Lebens mit neuer Broschüre

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers würdigt vergessene Spuren jüdischen Lebens mit neuer Broschüre

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers stellt neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" vor

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers hat eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" veröffentlicht. Die Publikation beleuchtet die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse der jüdischen Geschichte der Stadt – von den frühen Ansiedlungen bis in die Zeit des Nationalsozialismus. Bürgermeisterin Julia Zupancic hat nun die offizielle Schirmherrschaft über den Verein übernommen und damit ihre Unterstützung für dessen Arbeit bekräftigt.

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Die Broschüre schildert das Leben jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die vor 1933 in Moers in vollem Besitz ihrer bürgerlichen Rechte lebten. Dazu gehören Persönlichkeiten wie Dr. Hermann Bähr und Maria Djuk, die als Nachbarn in der Gemeinde lebten. Thematisiert werden auch die frühe Geschichte jüdischer Ansiedlung seit dem 17. Jahrhundert, die ehemalige Synagoge, die Stolpersteine sowie die Deportationen während der NS-Herrschaft.

Der Verein setzt seit Langem einen Schwerpunkt auf die Einbindung jüngerer Generationen. Lehrer Daniel Schirra vom Adolfinum-Gymnasium und sein ehemaliger Schüler Julian Müller bringen die Projekte der Gesellschaft aktiv in Schulen ein. Dadurch wird sichergestellt, dass Schülerinnen und Schüler vor Ort über die jüdische Vergangenheit der Stadt und die Gefahren des Antisemitismus lernen.

Die Gesellschaft pflegt enge Kontakte in ganz Deutschland, was bereits dazu beitrug, die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers zu holen. Die neue Broschüre ist ab sofort für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen der Stadt erhältlich.

Bei einem Treffen mit Vorstandsmitgliedern betonte Bürgermeisterin Zupancic zum Beginn ihrer Schirmherrschaft ihr Engagement für die Bewahrung des jüdischen Erbes und den Kampf gegen Diskriminierung in der Region.

Die Broschüre bietet eine greifbare Dokumentation der jüdischen Geschichte Moers' – von den frühen Bewohnerinnen und Bewohnern bis in die NS-Zeit. Exemplare sind in lokalen Einrichtungen erhältlich, während der Verein seine Bildungsarbeit an Schulen fortsetzt. Die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin unterstreicht die anhaltende Unterstützung für Aufklärung und Erinnerungskultur in der Stadt.

Quelle