Miltenyi revolutioniert Krebstherapien mit neuer CAR-T-Zellfabrik in Köln
Valeria TrubMiltenyi revolutioniert Krebstherapien mit neuer CAR-T-Zellfabrik in Köln
Die Miltenyi Group erweitert ihre Rolle in der biomedizinischen Innovation. Lange als Zulieferer und Forschungspartner bekannt, treibt das Unternehmen nun selbst die Entwicklung von Zell- und Gentherapien voran. Zu den jüngsten Schritten zählen neue Produktionsstätten und regulatorische Fortschritte bei einer bahnbrechenden Leukämie-Behandlung.
Miltenyi Biomedicine strebt die Zulassung seiner CAR-T-Zelltherapie Zamto-cel an, die gegen Leukämie gerichtet ist. Die Markteinführung wird für Mitte 2027 erwartet. CAR-T-Zellen haben sich bereits bei der Behandlung von Blut- und Lymphknotenkrebserkrankungen sowie komplexen Autoimmunerkrankungen bewährt.
Das Unternehmen investiert über 100 Millionen Euro in eine neue Produktionsstätte in Köln-Mülheim. Dort soll die Kapazität für klinische Produkte um das Zwanzigfache gesteigert werden. Zudem wird der Standort dazu beitragen, „lebende Arzneimittel“ effizienter auf den Markt zu bringen. Die Anlage baut auf Miltenyis bestehenden „Zellfabriken“ auf, in denen CAR-T-Zellen mithilfe eigener Technologien hergestellt werden – darunter das CliniMACS Prodigy-Gerät für die magnetaktivierte Zellseparation.
Über Europa hinaus plant Miltenyi Biotec eine kostengünstige lokale Produktion in Südostasien und Afrika. Damit soll der Zugang zu den Therapien in Regionen ausgeweitet werden, in denen sie bisher nur im Rahmen klinischer Studien verfügbar sind.
Die neue Anlage in Köln-Mülheim wird die Produktionskapazitäten deutlich erhöhen. Mit der bevorstehenden Zulassung von Zamto-cel und der globalen Expansion könnte Miltenyi die Reichweite seiner lebensrettenden Behandlungen deutlich ausbauen. Die lokale Herstellung in unterversorgten Regionen könnte diese Therapien einer breiteren Patientengruppe zugänglich machen.






