May Ventures: Neuer KI-Fonds aus Münster setzt auf frühe Tech-Startups
Valeria TrubMay Ventures: Neuer KI-Fonds aus Münster setzt auf frühe Tech-Startups
Neues Risikokapitalfonds May Ventures startet in Münster
In Münster hat mit May Ventures ein neues Wagniskapitalfonds seine Arbeit aufgenommen. Die Firma spezialisiert sich auf frühe Technologie-Startups, insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und transformationsgetriebene Themen. Anders als viele Fonds setzt May Ventures KI nicht nur für Investitionen ein, sondern auch zur Identifizierung von Deals und zur Verwaltung des Portfolios.
Das Fonds zielt auf Unternehmen in der Pre-Seed- und Seed-Phase ab und investiert typischerweise zwischen 250.000 und 1 Million Euro pro Startup. Besonders interessant sind für May Ventures Sektoren wie Hyperpersonalisierung, industrielle KI, Automatisierung und Robotik. Der Ansatz des Fonds ist hypothesenbasiert: Statt auf eingehende Pitches zu reagieren, entwickelt das Team zunächst eigene Investmentideen und sucht dann gezielt nach passenden Startups.
Ein zentraler Fokus liegt auf den Gründerteams – dabei werden vor allem starke Soft Skills und eine klare Vision gewertet, selbst wenn noch keine Umsätze vorliegen. Als Warnsignale gelten für May Ventures langsame Entscheidungsprozesse, mangelnde Feedbackbereitschaft und fehlende Vertriebskompetenz. Auch übermäßiges Grübeln ohne praktische Umsetzung wird kritisch gesehen.
Mit Sitz in Münster will May Ventures Startups außerhalb der etablierten deutschen Tech-Zentren wie Berlin oder München fördern. Geplant ist ein Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro, wobei ein erstes Closing von über 30 Millionen Euro für Anfang 2025 erwartet wird. Das Fonds bezeichnet sich selbst als „KI-natives Technologieunternehmen“ und integriert KI tief in seine Abläufe.
May Ventures betritt den Markt mit einem klaren Fokus auf KI-getriebene Startups und einem datengestützten Investmentprozess. Durch die Frühphasen-Investitionen und regionale Ausrichtung könnten sich für Gründer außerhalb der großen Tech-Hubs neue Chancen eröffnen. Das erste Closing von über 30 Millionen Euro ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen.






