17 March 2026, 02:16

Maria Kalesnikava erhält nach Jahren Haft endlich den Karlspreis in Aachen

Ein rotes und weißes Kissen mit den Worten "Gerechtigkeit für Belarus" darauf gegen einen weißen Hintergrund.

Maria Kalesnikava erhält nach Jahren Haft endlich den Karlspreis in Aachen

Belarusische Aktivistin Maria Kalesnikava erhält vier Jahre nach der Verkündung endlich den Karlspreis in Aachen

Die Auszeichnung würdigt ihren Einsatz für Demokratie in Belarus und ihre Rolle bei der Förderung der europäischen Einheit. Eine Inhaftierung in ihrer Heimat hatte sie bisher daran gehindert, persönlich an der Preisverleihung teilzunehmen.

Kalesnikava erhielt den Preis 2022 gemeinsam mit den Mitaktivistinnen Veronika Zepkalo und Swjatlana Zichanouskaja. Ihr Engagement für die demokratische Bewegung in Belarus unter einem autoritären Regime brachte ihnen internationale Anerkennung ein. Die durch ihre Haft verzögerte Feier fand nun in dieser Woche in der historischen deutschen Stadt Aachen statt.

Während ihres Besuchs erkundete Kalesnikava die Stadt und sprach über deren Bedeutung. In einem Interview betonte sie die Notwendigkeit anhaltender internationaler Solidarität mit dem belarussischen Volk. Zudem rief sie die europäischen Regierungen auf, die Oppositionsgruppen zu unterstützen, die sich weiterhin gegen die Diktatur in ihrer Heimat stellen.

Inzwischen in Deutschland lebend, bleibt Kalesnikava zukunftsorientiert. Sie äußerte die Hoffnung, dass Belarus eines Tages Demokratie erreichen werde, warnte jedoch, dass anhaltender Druck auf das aktuelle Regime unverzichtbar sei.

Der Karlspreis unterstreicht Kalesnikavas langjähriges Engagement für Menschenrechte und europäische Werte. Die Annahme der Auszeichnung fällt in eine Phase, in der sie weiterhin von Deutschland aus für Veränderungen in Belarus kämpft. Die Zeremonie in Aachen stellt einen seltenen Moment öffentlicher Würdigung für ihren Aktivismus dar.

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