Marderhunde überrennen Münster: Behörden schlagen mit Notfallplan zurück
Adriana SchachtMarderhunde überrennen Münster: Behörden schlagen mit Notfallplan zurück
Marderhunde verursachen zunehmend Probleme in Münster und der Heidekreis-Region
Die invasive Art hat sich im vergangenen Jahr rasant ausgebreitet und führt zu Konflikten unter Anwohnern sowie zu Sachschäden. Nun ergreifen die lokalen Behörden Maßnahmen, um den Bestand zu kontrollieren, bevor sich die Lage weiter verschärft.
Besorgniserregende Ausbreitung in Münster Die Population der Marderhunde in Münster hat alarmierende Ausmaße erreicht. Seit Beginn der Jagdzeit am 1. April wurden innerhalb der Stadt bereits über 70 Tiere erlegt. Durch ihre Anpassungsfähigkeit und Intelligenz verdrängen sie heimische Vögel, Eichhörnchen und andere Wildtiere aus ihren Nestern und stören so das ökologische Gleichgewicht.
Viele Anwohner füttern die Tiere, wodurch diese zusehends zutraulich werden. Dies führt zu Streitigkeiten zwischen Nachbarn – während einige die Marderhunde fördern, leiden andere unter den Folgen. Die Tiere dringen häufig in Dachböden, Schornsteine und Nebengebäude ein und verursachen dort erhebliche Schäden.
Behörden reagieren mit Gegenmaßnahmen Als Reaktion auf die Entwicklung haben die lokalen Behörden finanzielle Unterstützung für Jagdvereine zugesagt. Die Mittel sollen in Fallen, Lebendfangkäfige und Fallenalarme fließen, um die Population effektiver zu regulieren. Thomas Brammer, der Kreisjagdmeister, hat zudem neue Richtlinien für die Bejagung von Dachs und Marder in ruhigeren Wohngebieten eingeführt. Peter Westermann, Vorsitzender des Jagdvereins, warnt, dass das Problem mit den Marderhunden längst lokale Ausmaße überschritten habe und dringendes Handeln erfordere.
Mit der finanziellen Förderung sollen Jäger besser ausgerüstet werden, um die Zahl der Marderhunde zu reduzieren. Seit April wurden bereits über 70 Tiere erlegt – die Behörden hoffen, so weitere Schäden an Häusern und der heimischen Tierwelt einzudämmen. Die Situation zeigt, wie wichtig abgestimmte Maßnahmen sind, um eine weitere Ausbreitung der Art zu verhindern.






