15 May 2026, 06:18

Leere Regale und Pleitewelle: Warum jetzt sogar Markenprodukte fehlen

Leere Supermarktregale ohne Lebensmittel, in einer Reihe aufgereiht, zeigen den Boden darunter.

Leere Regale und Pleitewelle: Warum jetzt sogar Markenprodukte fehlen

Lebensmittelpreise steigen seit Monaten – jetzt verschwinden bekannte Produkte aus den Supermarktregalen

Seit Monaten klettern die Lebensmittelpreise stetig nach oben und setzen sowohl Verbraucher als auch Hersteller stark unter Druck. Nun fehlen sogar einige bekannte Produkte in den Regalen von Supermärkten wie Edeka. Hinter den Engpässen stecken tiefgreifende Probleme der Branche: von explodierenden Kosten bis hin zu zusammenbrechenden Lieferketten.

Besonders hart trifft die Krise kleine und mittlere Lebensmittelbetriebe. Viele kämpfen mit gestiegenen Energiekosten, Transportausgaben und Löhnen, während gleichzeitig Fachkräfte fehlen. Der Druck hat einige an den Rand des Ruins gedrängt – regionale Hersteller können kaum noch mithalten.

Eines der ersten Opfer war im September 2025 Milke Fruchtwerk, ein deutscher Produzent von Fruchtsäften und Sirupen. Das Unternehmen meldete Insolvenz an, nachdem ein wichtiger Zulieferer essenzielle Rohstoffe nicht mehr liefern konnte. Selbst alternative Bezugsquellen wären zu teuer gewesen – die Produktion war wirtschaftlich nicht mehr tragbar.

Doch nicht nur Milke Fruchtwerk leidet unter der Krise. Besonders gefährdet sind Betriebe mit energieintensiver Produktion oder abhängig von importierten Zutaten. Da die Rohstoffpreise weiter steigen und Lieferketten gestört bleiben, könnte es für weitere Unternehmen schwierig werden, sich über Wasser zu halten.

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Für Verbraucher bedeutet das voraussichtlich weitere Preiserhöhungen und eine schrumpfende Auswahl im Handel. Wenn Hersteller ihre Produktion drosseln oder ganz einstellen, wird die Verfügbarkeit von Produkten voraussichtlich weiter abnehmen. Eine Entspannung der Lage ist für die Lebensmittelbranche kurzfristig nicht in Sicht.

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