KSI in der Kritik: Gewalt gegen schwangere Frauen als "Witz" verharmlost
Adriana SchachtKSI in der Kritik: Gewalt gegen schwangere Frauen als "Witz" verharmlost
Der YouTuber KSI steht wegen eines Videos aus dem Jahr 2017 in der Kritik, in dem er Gewalt gegen schwangere Frauen verharmlosend als Witz darstellte. Die Äußerungen wurden nun im Zuge der anhaltenden Debatte über sein Online-Verhalten wieder aufgegriffen. Eine Hilfsorganisation hat sich inzwischen zu den Bemerkungen geäußert und warnt vor den Folgen solcher Aussagen.
In dem Clip erklärte KSI, er würde „dem Baby einen Schlag versetzen“, falls eine Frau von ihm schwanger würde. Der „Scherz“ stammte aus einem vor mehreren Jahren hochgeladenen YouTube-Video. Die Aussagen rücken nun erneut in den Fokus, nachdem es bereits andere Kontroversen um den Influencer gegeben hatte.
Eine Sprecherin der Organisation Women’s Aid verurteilte die Kommentare scharf. Solche „Witze“ würden die Schwere häuslicher Gewalt verharmlosen, argumentierte sie. Die Hilfsorganisation betonte, wie gefährlich es sei, wenn solche Sprache gesellschaftlich normalisiert werde – insbesondere für Betroffene.
Es ist nicht das erste Mal, dass KSI für seine Inhalte Kritik einstecken muss. 2023 legte er eine Pause in den sozialen Medien ein, nachdem er in einem Parodie-Video eine rassistische Beleidigung verwendet hatte. Damals löste der Vorfall eine Welle der Empörung aus.
Das wieder aufgekommene Video reiht sich in die bisherigen Kontroversen um KSIs Online-Auftritte ein. Women’s Aid unterstreicht, wie wichtig es ist, öffentliche Persönlichkeiten für schädliche Äußerungen zur Verantwortung zu ziehen. Die Stellungnahme der Organisation fällt in eine Zeit, in der die Debatte über angemessenes Verhalten im Netz und die Frage der Verantwortung weiter an Fahrt aufnimmt.






