13 June 2026, 00:21

Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewalt- und Sexualdelikte steigen dramatisch

Gewalt an NRW-Bahnhof mehr als verdoppelt

Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewalt- und Sexualdelikte steigen dramatisch

Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in den vergangenen fünf Jahren stark angestiegen. Zwischen 2020 und 2025 erhöhte sich die Gesamtzahl der Straftaten um 57 Prozent – von 19.380 auf 30.490 Fälle. Der Kölner Hauptbahnhof blieb in diesem Zeitraum der am stärksten betroffene Ort.

Noch 2020 verzeichnete Düsseldorf die zweithöchste Kriminalitätsrate an Bahnhöfen, dicht gefolgt von Essen. Bis 2025 rückte Dortmund auf Platz zwei vor und verdrängte Düsseldorf und Essen auf die Ränge drei und vier. Münster behielt in beiden Jahren Platz fünf, während Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen 2025 die Top Acht komplettierten.

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Gewaltdelikte, die sich mehr als verdoppelten: von 2.325 im Jahr 2020 auf 4.711 im Jahr 2025. Noch stärker stieg die Zahl der Sexualstraftaten – um 162 Prozent, von 169 auf 442 Fälle im selben Zeitraum. Auch die Zahl der ermittleten Tatverdächtigen nahm deutlich zu, und zwar um 32 Prozent von 10.560 auf knapp 14.000.

Den Höhepunkt erreichte die Kriminalität 2023 mit fast 37.500 registrierten Straftaten an NRW-Bahnhöfen. Seither gehen die Zahlen zwar zurück, liegen aber weiterhin deutlich über dem Niveau von 2020.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen klaren Aufwärtstrend der Kriminalität an Bahnhöfen in NRW, wobei Gewalt- und Sexualdelikte besonders stark zunehmen. Zwar ist der Höchststand von 2023 überschritten, doch der insgesamt deutliche Anstieg seit 2020 unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden in der Region.

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