Kliniken protestieren gegen Finanzkrise: "Kein Geld. Keine Versorgung"
Recep WohlgemutKliniken protestieren gegen Finanzkrise: "Kein Geld. Keine Versorgung"
Kliniken des GFO-Verbunds haben unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung“ protestiert, um auf die Finanzkrise im deutschen Gesundheitswesen aufmerksam zu machen. Mit der Aktion wollten sie die dramatischen Mittelknappheiten anprangern, die bundesweit die medizinische Versorgung bedrohen.
Im Rahmen der Demonstration wurden Krankenhauszugänge zeitweise verengt, sodass Patienten und Besucher Umwege in Kauf nehmen mussten. Diese bewusste Symbolik sollte auf die drohenden Versorgungslücken hinweisen, die durch die geplanten Kürzungen im Rahmen des Sparpakets der gesetzlichen Krankenversicherung entstehen könnten.
Die GFO-Kliniken Rhein-Berg beteiligten sich an dem Protest, um die Folgen weiterer finanzieller Einschränkungen zu verdeutlichen. Zwar befürworten sie eine Krankenhausreform, bestehen jedoch auf verlässliche und ausreichende Finanzierung, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Aktuell schreiben rund 80 Prozent der Krankenhäuser Verluste – etwa ein Drittel von ihnen steht sogar vor dem Risiko der Insolvenz.
Besonders betroffen sind gemeinnützige Häuser. Ohne öffentliche Förderung oder Rücklagen können sie die geplanten Sparmaßnahmen kaum abfedern. Der Protest unterstützte zudem die Petition „Lichter aus im Krankenhaus“, die eine faire und nachhaltige Finanzierung des Sektors fordert.
Die Aktion unterstrich den dringenden Bedarf an stabiler Krankenhausfinanzierung. Ohne sie drohen Qualität und Verfügbarkeit der medizinischen Versorgung weiter zu leiden. Die Organisatoren hoffen, dass der Protest die Politik zum Handeln bewegt – angesichts des wachsenden finanziellen Drucks auf die Gesundheitsversorger.






