Kleinbauern fordern direkte Klimahilfen für globale Ernährungssicherheit
Valeria TrubKleinbauern fordern direkte Klimahilfen für globale Ernährungssicherheit
Bauernvertreter aus ganz Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifikraum haben zu direkten Investitionen in Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aufgerufen, um die Klimakrise zu bewältigen. Sie sprachen im Rahmen der Tagung der Nebenorgane der UN-Klimarahmenkonvention in Bonn und vertraten dabei die Interessen von 95 Millionen Kleinbauern. Ihr Appell kommt zu einer Zeit, in der die Folgen des Klimawandels und steigende Produktionskosten die globale Nahrungsmittelversorgung bedrohen.
Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota wandten sich während der SB64-Verhandlungen in Bonn an die Teilnehmer. Sie betonten die wachsenden Herausforderungen, mit denen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern konfrontiert sind – von Klimaschocks bis hin zu unberechenbaren Preisen für Saatgut, Düngemittel und andere Betriebsmittel. Dabei produzieren diese Bauern mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien und sichern unzählige ländliche Existenzgrundlagen.
Das Bündnis Family Farmers for Climate Action schlug die Einrichtung eines Resilienz- und Ermächtigungsfonds für Bauern vor. Dieser Fonds würde Finanzmittel direkt an Bauernorganisationen weiterleiten. Aktuell fließen jedoch nur 0,36 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen an Kleinbauern und ihre Verbände.
Als zentrale Lösungsansätze wurden bäuerlich getragene Konzepte wie agroökologische und naturverträgliche Anbaumethoden hervorgehoben. Diese stärken nicht nur die Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel, sondern fördern auch die Artenvielfalt und helfen Gemeinden, Klimaschocks besser zu überstehen.
Die Vertreter argumentierten, dass die Unterstützung von Familienbetrieben entscheidend für die globale Ernährungssicherheit und nachhaltige Landnutzung sei. Direkte Finanzhilfen könnten ihre Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel deutlich verbessern. Ohne gezieltes Handeln drohten weitere Preisschwankungen auf den Märkten und eine zunehmende Gefährdung der Nahrungsmittelversorgung.
