07 May 2026, 10:18

Kanew kämpft um Überleben: Stromausfälle und kaputte Fenster bedrohen die Stadt

Ein weißes Blatt Papier mit dem Text "Ukraine steht für Freiheit ein, stellt euch mit Ukraine" vor einer gelben Fahne auf dem Boden. Rechts davon ein Plastikbehälter mit verschiedenen Gegenständen.

Kanew kämpft um Überleben: Stromausfälle und kaputte Fenster bedrohen die Stadt

Ukrainische Stadt Kanew leidet unter schweren Versorgungsengpässen nach jüngsten Zerstörungen

Die ukrainische Stadt Kanew steht vor dramatischen Versorgungsproblemen, nachdem jüngste Schäden Gebäude ungeschützt zurückließen und die Infrastruktur zusammenbrach. Dringend benötigen die Bewohner dicke, durchsichtige Folien, um zerborstene Fenster notdürftig abzudecken, während Stromausfälle die Grundversorgung lahmlegen. Sowohl lokale Initiativen als auch internationale Hilfe werden nun ausgeweitet, um die Krise zu bewältigen.

Im Juli 2025 trafen zwei ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge und ein Sprinter in Kanew ein, um die Wiederaufbauarbeiten zu unterstützen. Die Fahrzeuge wurden dank gemeinsamer Finanzierung beschafft: Die Stadt übernahm einen Teil der Kosten, während der Verein Freunde Kanews und ein privater Spender den Rest beisteuerten. Der Sprinter selbst wurde mit Bundesmitteln erworben.

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Die lokale Vertreterin Halyna Moskalenko erläuterte Bürgermeisterin Sabine Anemüller und ehrenamtlichen Helfern die dringendsten Bedürfnisse. Besonders wichtig seien durchsichtige Folien als provisorischer Ersatz für kaputte Fenster – eine Alternative zu Sperrholz, das jegliches Tageslicht abschotten würde. Ohne diese Materialien müssten die Bewohner harte Bedingungen ertragen, besonders mit dem nahenden Winter.

Die Stromausfälle in Kanew haben verheerende Folgen: Medizinische Geräte stehen still, die Wasserversorgung ist unterbrochen, und Abwassersysteme funktionieren nicht mehr. Als Reaktion startete der Verein Freunde Kanews einen dringenden Spendenaufruf, um die Stromversorgung wiederherzustellen. Langfristig will die Organisation der Stadt zuverlässige Unterstützung zukommen lassen.

Der regelmäßige Austausch zwischen Viersen und Kanew stellt sicher, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie am nötigsten ist. Diese kontinuierliche Abstimmung lenkt nicht nur Ressourcen effizient, sondern festigt auch die Verbindung zwischen den beiden Gemeinden.

Die Lieferung der Feuerwehrfahrzeuge und des Sprinters markiert einen wichtigen Schritt in Kanews Wiederaufbau. Doch nach wie vor haben durchsichtige Folien und die Wiederherstellung der Stromversorgung oberste Priorität, um die Lebensbedingungen zu verbessern. Mit der fortgesetzten Koordination zwischen lokalen Gruppen und internationalen Partnern wird in den kommenden Monaten weitere Unterstützung erwartet.

Quelle