31 March 2026, 14:29

Julia Ruhs verlässt NDR-Format Klar nach politischer Kritik an Medien

Schwarze-weiß-Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Überschrift 'Weitpreubliche Zeitung', die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Julia Ruhs verlässt NDR-Format Klar nach politischer Kritik an Medien

Julia Ruhs wird die Sendung Klar nicht mehr als alleinige Moderatorin für den NDR präsentieren, bleibt aber weiterhin Gastgeberin desselben Formats beim BR. Die Entscheidung folgt auf ihre deutliche politische Positionierung und jüngste öffentliche Äußerungen zu Medienvoreingenommenheit. Der NDR hat unterdessen Tanit Koch als ihre Nachfolgerin für künftige Folgen bestätigt.

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Ruhs hatte drei Ausgaben von Klar für den NDR moderiert, die allesamt von der Redaktion des Senders abgesegnet worden waren. Dennoch endete die Zusammenarbeit, nachdem sie öffentlich das kritisiert hatte, was sie als "links-grüne Meinungsmacht" bezeichnet. Ihre Ansichten legte sie in ihrem Buch Links-grüne Meinungsmacht. Die Spaltung unseres Landes dar sowie bei einer Veranstaltung der CSU Bad Tölz, wo sie über Medienalgorithmen und Printjournalismus sprach.

Die Entscheidung löste eine Debatte aus. Die Komikerin Idil Baydar, bekannt als Bosetti, verteidigte den NDR und bezeichnete Kritik an dem Schritt als populistisch und schlechten Journalismus. Dagegen hinterfragte heute-show-Moderator Oliver Welke die Entscheidung des Senders. Ruhs selbst reagierte auf X und beschrieb die heute-show als "etwas gemein, aber sehr lustig".

Ruhs, die sich selbst als "konservativ-liberal" einordnet, begann ihre Karriere als BR-Volontärin und wurde innerhalb von nur drei Jahren zur Moderatorin. Zwar endet ihre Tätigkeit beim NDR, doch bleibt sie weiterhin regelmäßig im BR-Format von Klar zu sehen. Tanit Koch übernimmt nun die Klar-Folgen für den NDR, während Ruhs ihre Arbeit beim BR fortsetzt, wo sie die Sendung weiterhin präsentiert. Der Wechsel unterstreicht die anhaltenden Diskussionen über politische Ausrichtung und Medienneutralität im deutschen Rundfunk.

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