17 June 2026, 18:28

IMK blockiert schärfere Regeln gegen Gewalt und Pyrotechnik in Fußballstadien

Bericht: IMK verschiebt Entscheidung zu Pyrotechnik in Stadien

IMK blockiert schärfere Regeln gegen Gewalt und Pyrotechnik in Fußballstadien

Die Innenministerkonferenz (IMK) hat sich vorerst gegen die Einführung neuer Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt in Fußballstadien entschieden. Diese Entscheidung fällt trotz jüngster schwerwiegender Vorfälle, darunter Ausschreitungen beim DFB-Pokalfinale im Mai. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul übt seit Langem scharfe Kritik an der bisherigen Vorgehensweise.

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Auf einem kürzlichen Treffen bestätigte die IMK-Arbeitsgruppe „Fußball ohne Gewalt“, dass sie keinen verschärften Vollzugsplan für das Pyrotechnik-Verbot vorschlagen werde. Die Gruppe betonte zudem, dass es keine Einzelmaßnahme oder -instanz gebe, die das Problem der Pyrotechnik in Stadien allein lösen könne. Bisherige Geldstrafen hätten sich oft als wirkungslos erwiesen, um solches Verhalten einzudämmen.

Pilotprojekte zur Erprobung von Pyrotechnik-Detektoren brachten enttäuschende Ergebnisse – ein weiterer Rückschlag bei den Bemühungen, das Problem in den Griff zu bekommen. Herbert Reul zeigte sich frustriert über die zögerliche Entwicklung und forderte die Vereine auf, konsequenter zu handeln. Er verlangte Kontrollen in den Ultra-Fanblöcken, Durchsuchungen von Verpflegungsfahrzeugen und eine verstärkte Videoüberwachung, um zu verhindern, dass Gegenstände über Zäune geworfen werden.

Reul kritisierte zudem den Schiedsrichter, weil dieser das DFB-Pokalfinale nicht abgebrochen hatte, als Leuchtkörper auf den Platz flogen. Trotz dieser Vorfälle verschob die IMK weitere Diskussionen über Pyrotechnik auf ihre Herbstkonferenz.

Fürs Erste wird die IMK keine zusätzlichen Maßnahmen gegen Stadiongewalt umsetzen. Die Thematik Pyrotechnik soll nun erst später im Jahr erneut aufgegriffen werden. Bis dahin könnten die Vereine unter Druck geraten, strengere interne Kontrollen einzuführen.

Quelle