03 April 2026, 12:26

Historisches Treffen: Post-Ost-Gemeinschaften vernetzen sich erstmals in Deutschland

Ausführliche Straßenkarte von Bromberg, Deutschland, mit Straßen, Sehenswürdigkeiten, Gebäuden, Bäumen, einer Brücke und informativem Text über die Geschichte, Kultur und Attraktionen der Stadt.

Historisches Treffen: Post-Ost-Gemeinschaften vernetzen sich erstmals in Deutschland

Erstes Treffen für Post-Ost-Gemeinschaften in Deutschland

Vom 6. bis 8. August fand in Deutschland ein dreitägiges Treffen für Post-Ost-Gemeinschaften statt – die erste persönliche Zusammenkunft von Migrantinnen und Migranten aus den ehemaligen Ostblockstaaten. Organisiert wurde die Veranstaltung von der BUNT-Stiftung, die damit zugleich das neue Projekt p(ost) berlin vorstellte, gefördert durch das Bundesprogramm "Demokratie lebt!".

Die Konferenz brachte Gruppen mit Wurzeln in Osteuropa, der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten zusammen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich dabei zum ersten Mal persönlich. Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbands russischsprachiger Eltern, hielt einen Vortrag über die Stärkung von Gemeinschaftsstrukturen.

Den Abschluss bildeten zwei Workshops zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit und Selbstbestimmung. Beteiligt waren unter anderem der Kinder- und Jugendverband JunOst, der sich für junge Menschen mit russischsprachigem Hintergrund engagiert, sowie der Frauenpower – Ukrainische Frauen Integrationsverein, der ukrainische Frauen in Sachsen-Anhalt unterstützt. Auch die Deutsch-Kasachische Gesellschaft, seit 1997 aktiv, war vertreten und unterstrich ihre langjährige Brückenfunktion zwischen Kasachstan und Deutschland.

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In Deutschland gibt es rund 750.000 eingetragene Vereine, viele davon unterstützen Migrantengruppen bei finanziellen, rechtlichen Fragen und Haftungsrisiken. Vor 1989 lebten nur wenige Jüdinnen und Juden aus Ostblockstaaten in Westdeutschland – genaue Zahlen zu allen Migrantinnen und Migranten aus diesen Regionen fehlen jedoch. Die BUNT-Stiftung selbst bietet Sprach- und Kulturkurse an, vor allem für Frauen, Kinder und Familien, aber auch für Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Treffen legte den Grundstein für künftige Zusammenarbeit innerhalb der Post-Ost-Gemeinschaften. Das Projekt p(ost) berlin wird im Rahmen von "Demokratie lebt!" fortgeführt. Die Organisatorinnen und Organisatoren streben den Aufbau stärkerer Netzwerke und Unterstützungssysteme für Migrantinnen und Migranten aus dem ehemaligen Ostblock an.

Quelle