Herbstsynode in Solingen entscheidet über Fusion mit Nachbar-Kirchenkreisen
Valeria TrubHerbstsynode in Solingen entscheidet über Fusion mit Nachbar-Kirchenkreisen
Evangelischer Kirchenkreis Solingen trifft sich zur Herbstsynode
Der Evangelische Kirchenkreis Solingen kommt an diesem Wochenende in der Evangelischen Stadtkirche am Fronhof zu seiner Herbstsynode zusammen. Die Delegierten stimmen über einen Vorschlag ab, sich mit den benachbarten Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg zusammenzuschließen. Die Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt bei der Neuordnung der kirchlichen Verwaltung in der Region.
Erste Gespräche über eine mögliche Fusion begannen im Sommer 2025 mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Bei einem gemeinsamen Treffen aller drei synodalen Gremien wurde später beschlossen, das formelle Verfahren im Januar 2026 einzuleiten. Falls der Zusammenschluss genehmigt wird, könnte die Umsetzung drei bis vier Jahre dauern – die endgültige Zustimmung der Landeskirche steht noch aus.
Am Freitagabend wird die Synode die Finanzplanung prüfen, darunter die Haushalte 2026 für den Kirchenkreis und die Solinger Diakonie. Am folgenden Tag stimmen die Delegierten über den Start der Fusion ab und diskutieren Personal- sowie Gebäudekonzepte im Rahmen der Initiative "Klingenkirche 2030".
Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass die aktuelle Größe Solingens eine eigenständige Verwaltung erschwere. Ein Zusammenschluss würde ihrer Meinung nach eine effizientere Aufgabenteilung ermöglichen. Gleichzeitig pocht der Solinger Kirchenkreissynodalverband (KSV) darauf, dass die Solinger Gemeinden auch in einer neuen Struktur als eigenständige Region erhalten bleiben.
Zudem wird die Synode die Theologin und Krankenhausseelsorgerin Pfarrerin Astrid Klumb ehren, die seit 25 Jahren in diesem Amt tätig ist und in diesem Jahr 59 wird.
Ein erfolgreicher Beschluss würde die Fusion in die Wege leiten, wobei der neue Kirchenkreis voraussichtlich bis 2029 entstehen könnte. Das Ergebnis wird bestimmen, wie Verwaltungsaufgaben, Personal und Einrichtungen in der gemeinsamen Region künftig organisiert werden. Die Beschlüsse der Synode prägen zudem die Zukunft der Solinger Gemeinden innerhalb der größeren Struktur.






