H2-Trust: Blockchain macht grünen Wasserstoff transparent und fälschungssicher
Adriana SchachtH2-Trust: Blockchain macht grünen Wasserstoff transparent und fälschungssicher
H2-Trust: Blockchain-System soll Nachverfolgung von grünem Wasserstoff revolutionieren
Ein neues, auf Blockchain basierendes System namens H2-Trust soll die Art und Weise verändern, wie grüner Wasserstoff rückverfolgt wird. Die Plattform zielt darauf ab, eine fälschungssichere Aufzeichnung aller Daten – von der Produktion bis zum Endverbraucher – zu schaffen. Die Entwickler bezeichnen es als einen „digitalen Fingerabdruck“ für Wasserstoff, der volle Transparenz in komplexen Lieferketten gewährleisten soll.
H2-Trust nutzt dezentrale Blockchain-Technologie, um Daten an jedem Schritt des Prozesses transparent, unveränderlich und nachvollziehbar zu halten. Das System ist darauf ausgelegt, die Einhaltung der RED-Kriterien für grünen Wasserstoff zu automatisieren – ein Verfahren, das derzeit als aufwendig und schwer handhabbar gilt.
Das Projekt wird voraussichtlich bis Mitte 2026 mit ausgewählten Industriepartnern in die Prototypenphase starten. Zwei erste Kooperationspartner, die aufgrund ihrer starken Infrastruktur ausgewählt wurden, sollen die Praxistauglichkeit des Systems testen. Parallel dazu wird der „BlockcH2ain“-Transferkreis regionale Unternehmen zusammenbringen, die sich für digitale Produktpässe im Wasserstoffsektor interessieren.
Um eine breitere Nutzung zu fördern, wird H2-Trust als Open-Source-Lösung entwickelt – das verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und bietet eine grundlegende Marktlösung. Der digitale Produktpass soll drei verschiedene Methoden zur Datenerfassung bieten, die sich in Aufwand und Flexibilität unterscheiden. Ziel ist es, in den kommenden Jahren eine anbieterneutrale, anwendungsorientierte Alternative zu etablieren.
Sobald H2-Trust betriebbereit ist, könnte es behördliche Kontrollen vereinfachen und das Vertrauen in Wasserstoff-Lieferketten stärken. Die Pilotphase 2026 wird zeigen, wie gut das System mit realen Partnern funktioniert. Bei Erfolg könnte es zum Standardwerkzeug für die Rückverfolgung von grünem Wasserstoff in verschiedenen Branchen werden.






