Fußballturnier ohne Schiedsrichter krönt Wochen gegen Rassismus in Bergisch Gladbach
Adriana SchachtFußballturnier ohne Schiedsrichter krönt Wochen gegen Rassismus in Bergisch Gladbach
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden mit einzigartigem Fußballturnier in Bergisch Gladbach
Die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus gingen mit einem besonderen Fußballturnier in Bergisch Gladbach zu Ende. Neun Mannschaften aus unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen traten ohne Schiedsrichter gegeneinander an – im Mittelpunkt standen Fairplay und gegenseitiger Respekt. Die Veranstaltung war Teil einer bundesweiten Initiative mit über 3.700 Aktionen in ganz Deutschland, darunter in Großstädten wie Berlin, Hamburg und Düsseldorf.
Das unter dem Motto "Kick gegen Rassismus" ausgetragene Turnier stand unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcel Kreutz. Organisiert wurde es vom "Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt", das mehr als 30 lokale soziale, religiöse und politische Gruppen zusammenbrachte. Statt Pokale erhielt jedes Team als symbolische Geste ein Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus".
Ziel des Wettbewerbs war es, Zusammenhalt zu fördern und Diskriminierung eine Absage zu erteilen. Die Mannschaften spielten ohne Schiedsrichter und vertrauten darauf, Konflikte im Geist des gegenseitigen Respekts zu lösen. Vor Bürgermeister Kreutz und einem begeisterten Publikum setzte sich schließlich der IGMG Bergisch Gladbach e.V. als Sieger durch.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden jedes Jahr im März statt und werden vom Deutschen Institut für Menschenrechte koordiniert. In diesem Jahr gab es Veranstaltungen in Städten wie Freiburg, Karlsruhe und an mehreren Orten in Rheinland-Pfalz. Das 2024 gegründete Bündnis in Bergisch Gladbach setzt sich weiterhin mit basisdemokratischen Initiativen für eine inklusive Gesellschaft ein.
Das Turnier bildete den Abschluss der Kampagne 2026 und unterstrich die Botschaft, dass Sport Brücken bauen kann. Das Bergisch Gladbacher Bündnis plant, auch künftig ähnliche Veranstaltungen zu organisieren, während die bundesweite Beteiligung das wachsende Engagement gegen Rassismus zeigt. Die symbolträchtigen Banner und die schiedsrichterfreien Spiele machten deutlich, welche Kraft von gemeinschaftlichem Handeln ausgeht.






