Fünf Tonnen gerettete Lebensmittel: Dortmunder Foodsharing-Aktion setzt starkes Zeichen
Valeria TrubFünf Tonnen gerettete Lebensmittel: Dortmunder Foodsharing-Aktion setzt starkes Zeichen
Dortmunder Foodsharing-Initiative zeigt mit Aktionsstag: Über fünf Tonnen gerettete Lebensmittel in nur einem Tag
Am Samstag, dem 27. September 2025, veranstaltete die Dortmunder Gruppe von foodsharing eine öffentliche Aktion, um auf das Problem der Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen. Der Friedensplatz verwandelte sich dabei in eine Ausstellung mit über fünf Tonnen geretteter Lebensmittel – allesamt vor der Entsorgung bewahrt, und das an nur einem einzigen Tag. Die Organisator:innen erhofften sich von der Schau einen Impuls für lokale Verantwortungsträger, endlich konkrete Maßnahmen gegen die Verschwendung einzuleiten.
Der Startschuss für die Veranstaltung fiel vor dem Rathaus, wo mehr als 400 Kisten mit Obst, Gemüse und Backwaren für die Besucher:innen ausgelegt wurden. Jede:r Gast durfte sich Stoffbeutel mit den geretteten Produkten füllen und mit nach Hause nehmen – Teil einer groß angelegten Lebensmittelverteilung. Unterstützt wurde die Aktion von der Entsorgungsgesellschaft Dortmund (EDG), die extra 1.000 wiederverwendbare Beutel zur Verfügung stellte.
Neben der Verteilung gab es interaktive Mitmachangebote, darunter ein „Smoothie-Fahrrad“, auf dem die Teilnehmer:innen durch Treten ihre eigenen Drinks mixen konnten. An Infoständen wurde über den Wert von Lebensmitteln und die Folgen von Verschwendung aufgeklärt. Dennis Görlich, Vorsitzender von foodsharing Dortmund e.V., zeigte sich überrascht vom Ausmaß der geretteten Ware – ein „erschreckendes Zeichen“ für das Ausmaß des Problems in der Stadt, wie er betonte.
Trotz der gelungenen Mobilisierung der Bevölkerung äußerte Görlich Enttäuschung darüber, dass keine Vertreter:innen aus Politik oder Verwaltung erschienen waren. Er hatte gehofft, ins Gespräch über wirksamere Strategien gegen Lebensmittelverschwendung zu kommen. Dennoch wertete er den Tag als Erfolg, denn die Sensibilisierung und Aufklärung der Besucher:innen sei ein wichtiger Schritt.
Am Ende verließen Hunderte Menschen mit Tüten voller geretteter Lebensmittel die Veranstaltung. Über fünf Tonnen Ware, die eigentlich im Müll gelandet wären, fanden so einen neuen Verwendungszweck. Die Organisator:innen blicken nun auf künftige Projekte und wollen die Debatte über Lebensmittelverschwendung in Dortmund weiter vorantreiben.






