Flucht über die innerdeutsche Grenze: Ein Zeitzeuge berichtet aus dem Kalten Krieg
Recep WohlgemutFlucht über die innerdeutsche Grenze: Ein Zeitzeuge berichtet aus dem Kalten Krieg
Öffentlicher Vortrag: Leben an der innerdeutschen Grenze während des Kalten Krieges
Am Dienstag, dem 7. Oktober, bietet ein kostenloser öffentlicher Vortrag Einblicke in den Alltag an der innerdeutschen Grenze zur Zeit des Kalten Krieges. Ronald Schreyer berichtet aus erster Hand von seinen Erlebnissen, als er 1988 aus Westdeutschland aufbrach, um seiner Familie zur Flucht zu verhelfen. Die Veranstaltung findet in der VHS Wesel-Hamminkeln-Schermbeck statt – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Vortrag mit dem Titel „Die Grenze und das Sperrgebiet der DDR: Der Fall des Grenzübergangs Marienborn“ dauert von 18:00 bis 19:30 Uhr im Hörsaal der VHS. Schreyer schildert seine beiden gewagten Grenzübertritte im Jahr 1988 und gibt Einblick in die damit verbundenen Risiken und Strategien. Zudem thematisiert er die täglichen Herausforderungen, denen sowohl GrenzSoldaten als auch Bewohner der Sperrzone gegenüberstanden.
In seinem Referat geht Schreyer auch auf den Aufbau und die Entwicklung der innerdeutschen Grenze ein, mit besonderem Fokus auf Marienborn – den größten und berüchtigtsten Kontrollpunkt der DDR. Die Zuhörer erfahren mehr über die physischen und politischen Strukturen, die diese streng bewachte Trennlinie prägten. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Bei Rückfragen steht die VHS Wesel unter der Telefonnummer 0281-203 2590 oder auf der Website www.vhs-wesel.de zur Verfügung.
Die Veranstaltung bietet eine seltene Gelegenheit, eine persönliche Flucht- und Überlebensgeschichte aus der Zeit des Kalten Krieges zu hören. Schreyers Erfahrungen, verbunden mit einer historischen Analyse Marienborns, sollen das Verständnis für das Leben in der Teilung vertiefen. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung entfällt.






