FDP Bergisch Gladbach fordert Ende der Koalitionsdebatten und mehr Reformen
Adriana SchachtFDP Bergisch Gladbach fordert Ende der Koalitionsdebatten und mehr Reformen
Die FDP in Bergisch Gladbach hat die anhaltende Debatte der Stadt über Koalitionspolitik kritisiert. Parteimitglieder fordern, den Fokus von politischen Bündnissen auf drängende finanzielle und strukturelle Herausforderungen zu verlagern. Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund eines prognostizierten jährlichen Fehlbetrags von 50 Millionen Euro bis zum Jahr 2030.
Der FDP-Stadtrat Dr. Alexander Engel wirft vor, dass konservative und liberale Vorschläge wiederholt von linker Opposition blockiert würden. Die aktuelle Diskussion über eine "Brandmauer" bezeichnete er als kurzsichtig und ablenkend von den eigentlichen Problemen. Die Partei besteht darauf, dass es stattdessen um die Modernisierung der Stadtstrukturen gehen müsse – und nicht um politische Grabenkämpfe.
Zudem wies die FDP auf einen Anstieg der kommunalen Stellen um 40 Prozent in den letzten Jahren hin, wobei derzeit über 100 Positionen unbesetzt seien. Die Personalkosten müssten gedeckelt werden, um ein Zeichen für mehr Effizienz zu setzen, betont die Partei. Ihr Ansatz richte sich nicht gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst, sondern ziele darauf ab, die Stadt auf eine Zukunft mit weniger erwerbsfähigen Einwohnern vorzubereiten.
Die Stadträtin Dorothee Wasmuth unterstützte diese Forderungen und forderte den Oberbürgermeister auf, Entscheidungen zügig umzusetzen. Die FDP drängt auf sofortiges Handeln und warnt, dass weitere Verzögerungen die finanzielle Belastung der Stadt verschärfen würden.
Aktuell beschäftigt die Stadtverwaltung 280 Mitarbeiter für rund 111.361 Einwohner. Vergleichsdaten mit ähnlich großen Städten liegen jedoch nicht vor.
Der Reformkurs der FDP konzentriert sich auf Kostendämpfung und die Anpassung an demografische Veränderungen. Angesichts des prognostizierten jährlichen Defizits von 50 Millionen Euro fordert die Partei eine schnellere Umsetzung von Beschlüssen. Entscheidend für die Zukunft der Stadt sei politische Handlungsfähigkeit – und nicht Koalitionsstreit, so die FDP.






