24 May 2026, 00:28

Familien-Spaziergang auf Müngstener Brücke löst teuren Großeinsatz aus

Leichtsinn auf der Müngstener Brücke hat teure Folgen: Polizei und Stadtverwaltung verhängen Kostenbescheide gegen die Täter

Familien-Spaziergang auf Müngstener Brücke löst teuren Großeinsatz aus

Unbefugter Spaziergang einer Familie über die Müngstener Brücke löst Großeinsatz aus

Am Sonntag, dem 8. März, löste ein unbefugter Spaziergang einer Familie über die Müngstener Brücke einen großangelegten Notfalleinsatz aus. Zwei Erwachsene und ein Kind wurden kurz nach Mittag auf den Gleisanlagen gesichtet, woraufhin die Behörden den Zugverkehr für über 40 Minuten unterbrechen mussten. Mehrere Einsatzkräfte, darunter Polizei und Feuerwehr, rückten an, um die Situation sicher zu bereinigen.

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Augenzeugen hatten die drei Personen gegen 12:05 Uhr in der Nähe der Brücke gemeldet. Die Gruppe – zwei Erwachsene und ein Kind – war in den gesperrten Gleisbereich eingedrungen, was umgehend zur Sperrung der Strecke zwischen 12:09 Uhr und 12:50 Uhr führte. Der Schienenverkehr kam dadurch erheblich ins Stocken.

Die Bundespolizei, die Wuppertaler Polizeibehörde sowie die Feuerwehren aus Solingen und Remscheid waren an der Bewältigung des Vorfalls beteiligt. Die Erwachsenen gaben später an, ihre Navigations-App habe sie auf die Brücke geleitet. Die Bundespolizei betonte jedoch, dass klare Verbotszeichen unabhängig von App-Anweisungen zu beachten seien.

Die Kosten für den Einsatz stiegen schnell an. Die Solinger Feuerwehr stellte rund 656 Euro für den Einsatz von Fahrzeugen und Personal in Rechnung. Die Bundespolizei verzeichnete Ausgaben in Höhe von 99,60 Euro und leitete ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Erwachsenen wegen Hausfriedensbruchs ein. Die Wuppertaler Polizei forderte hingegen 118,50 Euro pro Schuldner an; der Fall befindet sich derzeit in der Anhörungsphase. Die Stadt Solingen hat bereits einen formellen Kostenbescheid nach Landesrecht erlassen, während Remscheid noch prüft, ob weitere Forderungen geltend gemacht werden können.

Ein Zeitplan für die endgültige Entscheidung Remscheids über mögliche zusätzliche Gebühren steht noch aus.

Der Vorfall führte zu Zugausfällen, Notfalleinsätzen und steigenden finanziellen Forderungen gegen die Verantwortlichen. Die Behörden wiesen erneut auf die Bedeutung hin, Sicherheitshinweise zu befolgen – selbst dann, wenn digitale Navigation andersweises vorgibt. Der Fall bleibt weiterhin in Prüfung, während die Kosten abschließend geklärt und die Verfahren fortgesetzt werden.

Quelle