20 June 2026, 16:13

Falsches VRR-Angebot in Essen: Phishing-Betrüger locken mit kostenlosem Nahverkehr

Öffentlicher Nahverkehr in Essen: Hinter dem Sechs-Monats-Ticket für 2,35 Euro steckt dieser Betrug

Falsches VRR-Angebot in Essen: Phishing-Betrüger locken mit kostenlosem Nahverkehr

Irreführender Facebook-Beitrag in Essen im Umlauf: Kostenloser Nahverkehr als Köder für Phishing-Betrug

In Essen verbreitet sich derzeit ein täuschender Facebook-Beitrag, der behauptet, 500 Anwohner könnten sechs Monate lang kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Das angebliche Angebot, fälschlich mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Verbindung gebracht, wurde bereits über 4.400 Mal durch bezahlte Werbung aufgerufen. Verkehrsverantwortliche bestätigten, dass es sich um Teil einer größeren Phishing-Masche handelt.

Der Beitrag zeigt Bilder von Bussen und Bahnen der Ruhrbahn sowie ein grün-weißes „Chip-Ticket“ mit VRR-Logo. Darin wird behauptet, der Verkehrsverbund feiere sein Jubiläum mit einem Lokalticket für 2,35 Euro. Mehrere Warnsignale – darunter gefälschte Nutzerkommentare und verdächtige Links – deuten auf betrügerische Absichten hin.

Die Betrüger leiten Nutzer auf eine externe Website weiter, auf der sie persönliche und Zahlungsdaten eingeben sollen. Die Ruhrbahn hatte solche Betrugsversuche erstmals im Januar 2025 registriert. Ein Sprecher bestätigte, dass sowohl das Angebot als auch die verlinkten Seiten Fälschungen sind.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bei dem Vorfall handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Ähnliche Anzeigen mit fast identischem Wortlaut und technischer Umsetzung tauchten bereits in Berlin, Chemnitz und Düsseldorf auf. Ermittlungen zeigen ein globales Muster: Über 1.000 gefälschte Facebook-Seiten geben sich in mehr als 60 Ländern als Verkehrsanbieter aus. Stand 23. Juli ist die betrügerische Essen-Seite samt Inhalten weiterhin online.

Der Betrug wird weiterhin über bezahlte Werbung verbreitet. Opfer riskieren, dass ihre Zahlungsdaten nach der Eingabe auf der Täuschungsseite abgreifen werden. Die Behörden haben die Beiträge bisher nicht entfernen lassen – die betrügerische Kampagne läuft somit weiter.

Quelle