Evangelischer Kirchenkreis Solingen plant radikale Immobilien-Reform bis 2035
Adriana SchachtEvangelischer Kirchenkreis Solingen plant radikale Immobilien-Reform bis 2035
Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hat vorläufige Pläne für seine Immobilien vorgestellt – angesichts sinkender Mitgliederzahlen und knapper werdender Haushalte. Eine von Hartmut Hoferichter geleitete Arbeitsgruppe entwickelte eine Strategie zur langfristigen Sicherung der Gebäude und teilte diese in drei klare Kategorien ein: die, die langfristig erhalten bleiben, die weiter geprüft werden müssen, und die, die für die kirchliche Nutzung nicht mehr tragbar sind.
Die Vorschläge werden vor einer außerordentlichen Synode am 14. März 2026 präsentiert, wo spätestens bis Ende 2027 endgültige Beschlüsse gefasst werden sollen.
Sieben Fachleute bildeten die Arbeitsgruppe, die die Zukunft der Kirchen und Gemeindezentren bewertete. Ihr Bericht unterteilt die Immobilien in solche, die über 2035 hinaus gesichert werden, solche, die weiter geprüft werden müssen, und solche, die für die kirchliche Nutzung nicht mehr tragbar sind.
Zu den sieben Standorten, die über 2035 hinaus gesichert werden, gehören die Ohliger Protestantische Stadtkirche, die Walder Kirche und die Dorper Kirche. Auch das Gemeindezentrum Höhscheid, das Gemeindezentrum Wittenbergstraße und zwei weitere Einrichtungen bleiben in Nutzung. Die Evangelische Kirche Merscheid, die Evangelische Kirche Widdert und drei weitere Gebäude können mittelfristig jedoch nicht mehr gehalten werden.
Ungeklärt ist bisher die Zukunft der Christuskirche, des Gemeindezentrums Rupelrath und dreier weiterer Standorte. Superintendentin Ilka Werner betonte die Transparenz des Prozesses und dankte der Arbeitsgruppe für ihr Engagement.
Finanzielle Zwänge treiben die Veränderungen voran. Bis Mitte der 2030er-Jahre rechnet der Kirchenkreis mit einer Halbierung seiner Mittel – bei gleichzeitig weniger Mitgliedern und Personal. Zudem hat die Evangelische Kirche im Rheinland das Ziel ausgegeben, bis 2035 klimaneutral zu arbeiten, was kostspielige Sanierungen an den Gebäuden erfordert.
Die Synode im März 2026 wird die Pläne beraten, die endgültigen Beschlüsse sollen bis spät 2027 fallen. Einige Kirchen und Zentren werden geschlossen, andere müssen weiter geprüft werden.
Das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 verschärft die finanzielle Herausforderung zusätzlich, da die notwendigen Sanierungen hohe Investitionen erfordern. Weniger Geld, weniger Personal und weniger Mitglieder – die Entscheidungen werden nicht leicht.
Superintendentin Werner benennt dringende Priorit├Ąten bei wichtiger Solinger Kirchenveranstaltung
Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hat am 11. Februar eine wichtige ├Âffentliche Veranstaltung ausgerichtet, bei der vorl├Ąufige Immobilienpl├Ąne an 350 Teilnehmer pr├Ąsentiert wurden. Superintendentin Dr. Ilka Werner betonte, dass die volle Kirchenfunktionalit├Ąt trotz halber Ressourcen bis 2035 erhalten bleiben müsse. "Wir brauchen Zeit für Diskussion, Trauer und rechtzeitige Entscheidungen für alternative Verwendungen", sagte sie und betonte das Gleichgewicht zwischen Erhaltung und Anpassung.






