Eurobahn kämpft mit Personalmangel – Vollbetrieb erst Ende 2025 möglich
Adriana SchachtEurobahn kämpft mit Personalmangel – Vollbetrieb erst Ende 2025 möglich
Eurobahn kämpft seit April 2024 mit Personalmangel – Vollbetrieb erst ab Dezember 2025
Seit April 2024 hat die Eurobahn mit massivem Personalmangel zu kämpfen, was zu erheblichen Einschränkungen im Fahrplan führte. Der Bahnbetreiber, der wichtige Strecken in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus bedient, will seinen vollen Fahrplan nun bis Dezember 2025 wiederherstellen. Parallel läuft die Suche nach einem neuen Investor, bevor politische Vereinbarungen und Verträge 2032 auslaufen.
Im April 2024 sah sich die Eurobahn mit schweren Personalknappheiten konfrontiert, die zu Kürzungen von bis zu 40 Prozent auf einigen Linien zwangen. Besonders betroffen war die RB89 zwischen Paderborn und Münster, wo die Taktung auf nur noch einen Zug pro Stunde reduziert wurde. Karsten Schulz, technischer Geschäftsführer, bestätigte, dass die Einschnitte aufgrund fehlenden qualifizierten Personals unvermeidbar waren.
Durch gezielte Einstellungs- und Schulungsprogramme konnte die Lage inzwischen stabilisiert werden. Die Ausfallquote sank auf vier bis fünf Prozent der geplanten Zugkilometer – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den früheren Störungen. Dennoch konzentriert sich der Nahverkehrsverbund Westfalen-Lippe (NWL) nun auf die langfristige Zukunftssicherung der Eurobahn.
Der Verband strebt an, bis zum Jahreswechsel 2027/2028 einen Käufer für den Betreiber zu finden. Nils Werner, Leiter der Abteilung Markt & Kunden beim NWL, betonte, dass eine zuverlässige Leistung entscheidend sei, um Investoren zu gewinnen. Zum Netz der Eurobahn gehören wichtige Verbindungen wie die RE13, RE3 und RB67 sowie Strecken nach Osnabrück und Nienburg an der Weser. Einige Linien reichen zudem bis nach Niedersachsen und in die Niederlande.
Da die aktuellen politischen Vereinbarungen und Streckenverträge 2032 auslaufen, wird die Investorensuche dringend. Bis dahin wird die Eurobahn weiterhin daran arbeiten, stabile Betriebsabläufe zu gewährleisten und das Vertrauen der Fahrgäste zurückzugewinnen.
Ab Dezember 2025 kehrt die Eurobahn nach monatelangen Einschränkungen zum vollen Fahrplan zurück. Bis 2028 muss jedoch ein neuer Investor gefunden werden, um den Betrieb über 2032 hinaus zu sichern. Eine zuverlässige Leistung wird dabei eine Schlüsselrolle spielen – sowohl für die Gewinnung potenzieller Käufer als auch für die Aufrechterhaltung essenzieller Schienenverbindungen.






