Essen startet Millionenprojekt gegen Klimafolgen in drei Stadtteilen
Adriana SchachtEssen startet Millionenprojekt gegen Klimafolgen in drei Stadtteilen
Essen hat einen wichtigen Schritt unternommen, um sich besser gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Der Stadtrat hat drei Stadtteile für ein neues Förderprogramm ausgewählt, das die Wasserbewirtschaftung verbessern soll. In diesen Gebieten beginnen nun detaillierte Planungen, um die strengen Vorgaben des Programms zu erfüllen.
Die ausgewählten Zonen – Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein – gelten als besonders anfällig für Klimarisiken. Jeder Bezirk wird sich auf wasserbasierte Lösungen konzentrieren, um Überschwemmungen und Hitzestress zu verringern. Die Stadt Essen hat detaillierte Pläne für diese Gebiete beim Projektträger Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung zur Genehmigung eingereicht.
Das KRIS-Programm, das alle 53 Städte des Regionalverbands Ruhr (RVR) umfasst, unterstützt Kommunen dabei, sich an den Klimawandel anzupassen. Zu den Zielen gehört, bis 2030 25 Prozent der versiegelten Flächen von der Mischkanalisation zu trennen. Zudem soll die Verdunstungsrate in den ausgewählten Gebieten um zehn Prozentpunkte gesteigert werden.
Bevor Grundstückseigentümer Fördergelder beantragen können, müssen die Behörden zunächst bestätigen, dass die Entwässerungspläne den Programmstandards entsprechen. Erst nach der offiziellen Freigabe stehen Mittel für Projekte wie begrünte Dächer, wasserdurchlässige Beläge oder Regenwassergärten zur Verfügung.
Im Mittelpunkt des Programms steht die Umgestaltung städtischer Räume in klimaresiliente Zonen. Bei Erfolg könnten bis zu einem Viertel der versiegelten Flächen in Essens ausgewählten Gebieten aus dem Kanalsystem genommen werden. Nun wartet die Stadt auf die endgültige Genehmigung, bevor die Arbeiten vor Ort beginnen können.






