31 May 2026, 22:18

Erdgasleitungen transportieren sicher grünen Wasserstoff – Pilotprojekt in Dortmund beweist Machbarkeit

Erstmals Heizung mit reinem Wasserstoff aus dem Gasnetz

Erdgasleitungen transportieren sicher grünen Wasserstoff – Pilotprojekt in Dortmund beweist Machbarkeit

Ein Forschungsprojekt in Deutschland hat nachgewiesen, dass bestehende Erdgasleitungen sicher reinen Wasserstoff transportieren können. Seit Oktober 2022 betreibt Westnetz in Holzwickede bei Dortmund das erste Wasserstoff-Verteilnetz des Landes. Das unter dem Namen H2HoWi bekannte Vorhaben versorgt drei lokale Kunden mit 100 Prozent grünem Wasserstoff für die Beheizung ihrer Gebäude.

Das Wasserstoffnetz nutzt eine umgerüstete Erdgasleitung, um den Brennstoff zu drei Haushalten zu leiten. Jedes Gebäude ist mit Heizwertkesseln der Marke Weishaupt Thermo Condens ausgestattet, die speziell für den Einsatz von 100 Prozent Wasserstoff zugelassen sind. Zwei der Kessel verfügen über eine Leistung von 32 Kilowatt, der dritte arbeitet mit 15 Kilowatt.

Der eingesetzte Wasserstoff erfüllt strenge Qualitätsstandards und ist mit einer Reinheit von 99,9 Prozent als Güteklasse 3.0 zertifiziert. Der vor Ort gelagerte grüne Wasserstoff wird ohne fossile Brennstoffe erzeugt. Begleitet wird das Projekt vom Deutschen Energieinstitut Freiberg, das die langfristigen Auswirkungen von Wasserstoff auf Infrastruktur und Geräte untersucht.

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Vorgesehen ist, den Betrieb der H2HoWi-Anlage mindestens bis Ende 2026 fortzuführen. Der Kesselhersteller Weishaupt bietet seine Thermo Condens-Modelle mittlerweile in drei wasserstofftauglichen Leistungsstufen an: 15, 25 und 32 Kilowatt.

Das Projekt beweist, dass umgewidmete Gasnetze reinen Wasserstoff ohne größere Anpassungen bewältigen können. Drei Haushalte in Holzwickede heizen ihre Häuser bereits vollständig mit grünem Wasserstoff. Sollte das Vorhaben bis 2026 erfolgreich verlaufen, könnten die Erkenntnisse die breitere Einführung von Wasserstoff in bestehenden Energiesystemen vorantreiben.

Quelle