22 March 2026, 08:18

Eltern kämpfen in Willich um Erhalt der Kita Alperof mit Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege"

Eine Gruppe von Kindern hält Schilder in der Hand und steht vor einem Gebäude, während eine Frau einen Kinderwagen schiebt, in dem ein Baby sitzt; auf einem Schild steht "Wir kommen in Frieden, gebt uns unseren Daddy."

Eltern kämpfen in Willich um Erhalt der Kita Alperof mit Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege"

Eltern und Unterstützer:innen der Kita Alperof in Willich haben eine Kampagne zum Erhalt der örtlichen Kinderbetreuung gestartet. Unter dem Motto "Kleine Füße, kurze Wege" setzt sich die Initiative für wohnortnahe Kitas ein und stellt die jüngsten Kürzungen bei geplanten Einrichtungen infrage. Trotz mehrfacher Versuche hat die Gruppe seit dem Versand eines offenen Briefs im März noch keine Antwort von Bürgermeister Pakusch erhalten.

Die Kampagne folgt der Abschaffung zweier Kita-Neubauprojekte in Willich. Die Stadtverwaltung begründete die Entscheidung mit Haushaltsengpässen und sinkenden Anmeldezahlen. Das einzige verbleibende kommunale Vorhaben, das generationenübergreifende Zentrum Reinershof, soll nun die Kita Alperof aufnehmen – doch die Finanzierung bleibt unklar, da ein privater Investor beteiligt ist.

Eltern und der Förderverein der Kita Alperof argumentieren, dass längere Fahrten zur Betreuung unnötigen Stress für Familien bedeuten. Ihre Ziele sind kürzere Wegezeiten, mehr Planbarkeit und der Zugang aller Kinder zu frühkindlicher Bildung. In einem zweiten offenen Brief an Bürgermeister Pakusch fordern sie nun Transparenz über die städtischen Angaben zu verlängerten Fahrstrecken.

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Die Gruppe hat den Bürgermeister zudem zu direkten Gesprächen eingeladen. Sie hofft auf nachhaltige Lösungen, die die lokale Kinderbetreuung und die Bedürfnisse von Familien in den Vordergrund stellen. Präzise Daten zum Betreuungsbedarf der vergangenen fünf Jahre liegen jedoch nicht vor – weder die Stadt noch das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen hat detaillierte Zahlen veröffentlicht.

Die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" erhöht weiterhin den Druck auf die Willicher Verwaltung. Nach der Streichung zweier Projekte und nur einer neuen Einrichtung im Bau verlangen Eltern verbindliche Zusagen, dass die Kinderbetreuung zugänglich bleibt. Das Ergebnis ihrer Dialoganfrage – und die Reaktion des Bürgermeisters – könnte künftige Entscheidungen zur örtlichen Kita-Versorgung prägen.

Quelle