Bochum plant flexiblere Taxipreise – soll Uber Konkurrenz machen?
Bochum sucht nach neuen Wegen im Wettbewerb zwischen Taxis und Fahrdienstvermittlern
Bochum prüft derzeit neue Ansätze, um den Wettbewerb zwischen traditionellen Taxis und Fahrdienstvermittlern wie Uber auszubalancieren. Die Stadt hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, das ein mögliches Preismodell entwickeln soll – die Ergebnisse werden nach der Sommerpause erwartet. Gleichzeitig wächst der politische Druck, die Taxibranche mit flexibleren Tarifen zu modernisieren.
Ausgelöst wurde die Debatte durch die Bochumer FDP, die betont, dass Fahrdienst-Apps nicht pauschal kritisiert werden sollten. Léon Beck, Vorsitzender des örtlichen FDP-Verbands, schlug vor, Taxis könnten dynamische Preise einführen – etwa günstigere Fahrten in schwächer nachgefragten Zeiten oder vorab vereinbarte Festpreise. Die Partei behauptet, für diesen Ansatz breite Unterstützung zu haben, und könnte mit einer offiziellen Petition nachlegen.
Die Bochumer Stadtverwaltung zeigt sich offen für eine Anpassung der Taxivorschriften – allerdings nur, wenn die Branche selbst einen Nutzen darin sieht. Anders als in Essen, wo es im vergangenen Jahr keine politische Diskussion über Fahrpreise bei Fahrdiensten gab, scheint Bochum bereit zu handeln. Das Gutachten soll als Grundlage für mögliche Änderungen dienen.
Bisher wurden noch keine konkreten Entscheidungen getroffen, doch die Bereitschaft der Stadt, die Regulierung zu überprüfen, markiert einen Wandel. Sowohl Taxifahrer als auch Fahrdienstvermittler werden die Empfehlungen des Gutachtens mit Spannung erwarten.
Die Ergebnisse der Expertise werden über die nächsten Schritte Bochums in der Tarifregulierung entscheiden. Sollte die FDP-Petition an Fahrt aufnehmen, könnte flexibles Preismodell für Taxis Realität werden. Bis dahin bleibt die Stadt in einer Warteposition – mögliche Änderungen stehen erst nach dem Sommer an.






