31 March 2026, 14:27

Betrüger gibt sich als Handwerker aus und bestiehlt 83-Jährige in NRW

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Frau in einer karierten Bluse und einem Pelzcape mit zurückgebundenem Haar und einem ernsten und nachdenklichen Ausdruck.

Betrüger gibt sich als Handwerker aus und bestiehlt 83-Jährige in NRW

Eine 83-jährige Frau in Nordrhein-Westfalen ist einem mutmaßlichen Betrüger zum Opfer gefallen, der sich als Handwerker ausgab. Der Mann überredete sie zu einer Anzahlung, stahl anschließend ihre Geldbörse und floh mit dem Fahrrad. Die Polizei hat nun Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet.

Der Vorfall begann, als der Verdächtige an der Tür der Frau klingelte und behauptete, ein Handwerker zu sein, der Reparaturdienstleistungen anbiete. Sie ließ ihn herein, woraufhin er sie überzeugte, ihm einen Bereich im Keller zu zeigen, der angeblich renoviert werden musste.

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Nach der Besichtigung des Raums brachte der Mann die Frau dazu, eine Anzahlung zu leisten. Sobald er das Geld erhalten hatte, verließ er schnell das Haus, stieg auf ein Fahrrad und verschwand. Erst später bemerkte das Opfer, dass ihre schwarze Ledergeldbörse fehlte.

Der Verdächtige wird als Mann zwischen 40 und 45 Jahren beschrieben, etwa 1,80 Meter groß, von durchschnittlicher Statur. Er hat kurze schwarze Haare, dunkle Augen und trug zum Zeitpunkt der Tat eine Basecap, einen schwarzen Kapuzenpulli mit weißer Aufschrift sowie schwarze Hosen. Die Kriminalinspektion 32 hat den Fall übernommen und bittet Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden.

Dieser Fall reiht sich in eine Serie von Betrugsdelikten ein, die sich gezielt gegen ältere Bewohner in Nordrhein-Westfalen richten. 2023 sprengte die Düsseldorfer Polizei eine rumänische Bande, die hinter den sogenannten "Enkeltrick"-Betrügereien steckte. Nach der Rückverfolgung von Anrufen wurden Verdächtige festgenommen und 200.000 Euro sichergestellt. Ein Jahr später gelang es den Kölner Behörden dank Bürgerhinweisen und verdeckter Ermittlungen, Täter zu überführen und mit Unterstützung von Banken gestohlenes Geld zurückzuholen.

Um solche Straftaten einzudämmen, hat die Polizei NRW Aufklärungskampagnen gestartet, Hotlines wie das Sicherheitszentrum NRW eingerichtet und die Opferhilfe ausgebaut.

Die Ermittlungen laufen noch, wobei die Behörden auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sind. Anwohner werden aufgefordert, wachsam gegenüber Haustürbetrug zu bleiben und verdächtige Aktivitäten umgehend zu melden. Der Fall unterstreicht die anhaltende Gefahr von Betrug, der sich gezielt gegen ältere Menschen in der Region richtet.

Quelle