Berliner Gorki-Theater feiert Shermin Langhoffs Abschied mit Kunst und Nostalgie
Adriana SchachtBerliner Gorki-Theater feiert Shermin Langhoffs Abschied mit Kunst und Nostalgie
Abschiedsabend am Berliner Maxim-Gorki-Theater: Ein künstlerischer Wandel wird gefeiert
Das Maxim-Gorki-Theater in Berlin hat kürzlich einen Abschiedsabend veranstaltet, um den Wechsel in seiner künstlerischen Leitung zu markieren. Bei der Veranstaltung wurde Shermin Langhoff, die scheidende Intendantin, mit Reden, Aufführungen und einem geselligen Beisammensein gewürdigt.
Der Abend begann mit Via Jikeli, die Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan zum Besten gab. Später sang Jonas Dassler den Fledermaus-Aussterbelied, bevor sich die Gäste in eine nahegelegene Bar begaben, um die Gespräche in lockerer Runde fortzusetzen.
Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Rede zu Ehren Langhoffs. Diese antwortete mit einer kurzen Ansprache, bei der sie ihre vorbereiteten Notizen theatralisch zu Boden fallen ließ. Auf dem Programm stand zudem ein Konzert mit Stücken aus jüngsten Produktionen, gefolgt von einer Feier.
In der Bar reflektierten die Anwesenden über die Veränderungen Berlins und dessen dystopische Züge. Trotz des Wandels der Stadt fanden sie Trost in der vertrauten Atmosphäre. Bei einem Drink stellten sie fest, wie sich der Preis für ein Hausbier in den letzten zwölf Jahren verdoppelt hat.
Die Veranstaltung unterstrich den anhaltenden Einfluss des postmigrantischen Theaters in der Kulturlandschaft. Der Abschiedsabend des Gorki-Theaters stand gleichermaßen für künstlerische Weiterentwicklung wie für die beständigen Verbindungen innerhalb der Berliner Kreativszene.






