Berlin feiert die Einheit mit Kultur, Clubkultur und offenen Moscheen
Valeria TrubBerlin feiert die Einheit mit Kultur, Clubkultur und offenen Moscheen
Berlin feiert den Tag der Deutschen Einheit mit einem Mix aus Kulturveranstaltungen, Filmvorführungen und offenen Türen in der ganzen Stadt. In diesem Jahr erstrecken sich die Feierlichkeiten auch ins Saarland, wo der zentrale Festakt stattfindet. Von Clubkultur bis zu Moscheebesuchen bietet das Programm bis Mitte Oktober für jeden etwas.
Das Wochenende beginnt mit dem ersten Filmfestival des Streamingdienstes Mubi im Silent Green Kulturquartier in der Gerichtstraße. Eine Premiere mit rotem Teppich eröffnet das dreitägige Programm, darunter Kelly Reichardts Der Meistermind. Gleichzeitig kehrt der Tag der Clubkultur in seiner sechsten Auflage zurück – mit über hundert Veranstaltungen bis zum 12. Oktober. Das diesjährige Motto knüpft an die Wiedervereinigung an und verbindet Musik mit Geschichte.
Am Freitag lädt das Deutsche Historische Museum zu kostenlosen Führungen durch die Ausstellung Wege nicht genommen. Oder: Es hätte auch anders kommen können ein. Besucher können der Frage nachgehen: "Wo liegt das deutsche Vaterland?" Am selben Abend wird Mark Reeders Dokumentarfilm B-Movie: Lust & Sound im West-Berlin 1979–1989 – eine Hommage an die wilde Musikszene der Stadt – im Event-Space Kwia am Maybachufer gezeigt.
Über 20 Moscheen, darunter die Sehitlik-Moschee in Neukölln, beteiligen sich am Tag der offenen Moschee. Ihre Türen stehen allen Interessierten offen, die mehr über die islamische Kultur erfahren möchten. In Teltow feiert ein Stadtfest 35 Jahre Einheit mit Auftritten von Westbam und Frank Schöbel, das am Sonntag mit einem Feuerwerk endet.
Die Feierlichkeiten gehen über Berlin hinaus – auch Brandenburg und das Saarland sind dabei. Das Programm reicht von Filmpremieren über historische Rückblicke bis zu Livemusik. Die Veranstalter haben für Abwechslung gesorgt und bieten Einheimischen wie Gästen vielfältige Möglichkeiten, den Feiertag zu erleben.






