Bergisch Gladbachs Inklusionsbeirat wächst und setzt neue Akzente für Barrierefreiheit
Adriana SchachtBergisch Gladbachs Inklusionsbeirat wächst und setzt neue Akzente für Barrierefreiheit
Der Inklusionsbeirat von Bergisch Gladbach ist von neun auf dreizehn Mitglieder angewachsen – ein wichtiger Schritt hin zu einer breiteren Repräsentation. Erstmals sind nun auch Vertreterinnen und Vertreter mit Lernbehinderungen im Gremium vertreten. Die erweiterte Gruppe hat zudem eine neue Führung gewählt und einen aktualisierten Aktionsplan verabschiedet, um Barrierefreiheit und Teilhabe zu fördern.
Vor den jüngsten Änderungen bestand der Beirat aus zwölf Mitgliedern, die von Wohlfahrtsverbänden, Selbsthilfegruppen von Menschen mit Behinderungen und anderen lokalen Organisationen nominiert wurden. Diese schlugen Kandidatinnen und Kandidaten vor, die sich durch Fachwissen in den Bereichen Inklusion, Vielfalt und Antidiskriminierung auszeichneten. Die Stadtverwaltung prüfte die Vorschläge anschließend, um eine ausgewogene Vertretung zu gewährleisten.
Das neu erweiterte Gremium wählte einstimmig Katharina Kaul, Vertreterin der Katholischen Jugendagentur, zur Vorsitzenden. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Uta Vossebrecker von der Städtischen Max-Bruch-Musikschule bestimmt. Beide werden künftig die Integration von Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in die kommunale Politik vorantreiben.
Einer der ersten Beschlüsse des Beirats war die Verabschiedung des aktualisierten Aktionsplans Inklusion. Dieses Dokument wird nun dem Ausschuss für Soziales, Arbeit und Menschen mit Behinderungen (ASWDG) sowie dem Stadtrat zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt. Der Plan legt besonderen Wert auf leichte und verständliche Sprache, um Informationen besser zugänglich zu machen.
Darüber hinaus hat der Beirat Vertreterinnen und Vertreter in zentrale Ausschüsse des Stadtrats entsandt. Ihre Aufgabe wird es sein, sicherzustellen, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen in politischen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden. Bürgermeister Marcel Kreutz würdigte das Engagement aller Beteiligten und bezeichnete es als unverzichtbar für den Aufbau einer vielfältigen und inklusiven Stadt.
Kaul betonte, dass Inklusion die Grundlage für eine Gesellschaft sei, in der alle Menschen selbstbestimmt leben und sich vollumfänglich einbringen können.
Der erweiterte Inklusionsbeirat zählt nun dreizehn Mitglieder, darunter erstmals auch Vertreterinnen und Vertreter mit Lernbehinderungen. Mit dem aktualisierten Aktionsplan und der neuen Führung soll die Barrierefreiheit und Teilhabe in Bergisch Gladbach weiter gestärkt werden. Als nächster Schritt stehen die endgültige Beschlussfassung durch den ASWDG und den Stadtrat an.






