18 June 2026, 22:13

Bayreuther Festspiele rudern nach Friedman-Kontroverse zurück

Friedman spricht in Bayreuth nachträglich

Bayreuther Festspiele rudern nach Friedman-Kontroverse zurück

Bayreuther Festspiele nach Absage eines Vortrags von Michel Friedman in der Kritik

Die Bayreuther Festspiele gerieten in die Schlagzeilen, nachdem sie einen geplanten Vortrag des Journalisten Michel Friedman abgesagt hatten. Die Veranstaltung sollte sich mit Richard Wagners Antisemitismus und den Verbindungen seiner Familie zum NS-Regime befassen. Nach einer Entschuldigung der Festspielleiterin Katharina Wagner wurde die Entscheidung später jedoch revidiert.

Friedman war ursprünglich eingeladen worden, im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Festspiele zu sprechen. Die Veranstaltung war jedoch im Juni aus Sicherheitsbedenken abgesagt worden. Friedman kritisierte die Absage öffentlich als „falsches Signal“.

Katharina Wagner, die Urenkelin des Komponisten, entschuldigte sich später in einem Brief und einem Telefonat bei Friedman. Dieser nahm die Entschuldigung an und stimmte einer Neuauflage des Vortrags zu. Die Festspiele kündigten zudem an, die Erlöse eines Gedenkkonzerts in Stipendien für junge israelische Musiker fließen zu lassen.

Der ursprünglich vorgesehene Dirigent Christian Thielemann wird aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen. Auch der Titel der Veranstaltung könnte vor der Durchführung noch geändert werden.

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Der Vortrag wird nun wie geplant stattfinden. Die Einnahmen des begleitenden Konzerts kommen Stipendien für israelische Musiker zugute. Die Festspiele haben Schritte unternommen, um die frühere Kontroverse beizulegen und nach vorne zu blicken.

Quelle