Aprilscherze in Mainz: Von Baustopps bis zu Bratwürsten im Stadion
Vito NeureutherAprilscherze in Mainz: Von Baustopps bis zu Bratwürsten im Stadion
Aprilscherze brachten Mainzer Region zum Lachen
Dieses Jahr sorgten Aprilscherze in Mainz und der Umgebung für heitere Überraschungen. Lokale Persönlichkeiten und Unternehmen überboten sich mit humorvollen Streichen – von skurrilen Baustellen-Regeln bis zu kuriosen Karrierewechseln in der Gastronomie. Die Scherze reichten von der plötzlichen Beförderung eines Metzgers bis zur luxuriösen Spa-Träumerei eines Weinguts.
In Mainz veröffentlichte der frisch ernannte Baudezernent Ludwig Holle (CDU) ein Video, in dem er behauptete, alle Baustellen der Stadt würden fortan als historische Denkmäler unter Schutz gestellt. Noch einen draufsetzend kündigte er einen flächendeckenden Baustopp an, um diese "langjährigen Wahrzeichen" zu bewahren. Der Scherz traf den Nerv der Bürger, die sich seit Langem über verzögerte Bauprojekte ärgern.
Unterdessen sorgte der bekannte Metzger Peter für Erheiterung, als er sich per Social Media zum neuen Küchenchef des Fußballclubs Mainz 05 ernannte. Fans amüsierten sich über die Vorstellung, dass es künftig an Spieltagen statt klassischer Stadionkost nur noch Bratwürste und Buletten geben könnte.
Auch die Winzer der Region ließen sich nicht lumpen: Produzenten aus dem Ahrtal kündigten scherzhaft den "ersten Rotwein-Whirlpool der Welt" an, während Schloss Vollrads im Rheingau mit Plänen für eine Thermal-Spa-Anlage kokettierte. Das Weingut ging noch weiter und warb für "Vinotherapie"-Behandlungen in Räumen, die die Reifebedingungen von Riesling nachahmen sollten – inklusive mineralstoffreichem Quellwasser. Beide Projekte waren frei erfunden, doch die Beschreibungen begeisterten Weinliebhaber.
In Ahrweiler präsentierte die Freiwillige Feuerwehr derweil ihr "neuestes Einsatzfahrzeug": ein "Feuerwehrpferd" in Warnweste. Das Bild des vierbeinigen "Retters" verbreitete sich rasant im Netz und sorgte für Lacher. Selbst die Politik mischte mit: Der Mainzer FDP-Politiker Thomas A. Klann "wechselte" nach eigenen Angaben aufgrund der jüngsten Landtagswahl zur CDU – eine Aussage, die sich schnell als Aprilscherz entpuppte.
Das lokale Nachrichtenportal mainzund.de berichtete über die Aktion, präsentierte sie als kreative Höhepunkte des Tages, ohne jedoch auf breitere öffentliche Reaktionen einzugehen.
Die Scherze, so kurzlebig sie auch waren, brachten Einwohner und Besucher zum Schmunzeln. Von erfundenen Baustopps bis zu fiktiven Wellness-Oasen spiegelten die Streiche regionale Eigenheiten und alltägliche Ärger wider. Am Ende blieb alles beim Alten: Keine echten Beschlüsse, Ernennungen oder Einrichtungen entstanden aus den Aprilscherzen.






