02 April 2026, 22:18

Abschied nach 25 Jahren: Aviapartner-Mitarbeiter feiern ihr Erbe am Düsseldorfer Flughafen

Eine große Gruppe von Menschen, die auf Stühlen und Stehplätzen in einem Flughafen während einer Demonstration sitzen, mit Schildern, Puppen und Deckenlampen im Hintergrund.

Abschied nach 25 Jahren: Aviapartner-Mitarbeiter feiern ihr Erbe am Düsseldorfer Flughafen

Ehemalige Mitarbeiter des Bodenabfertigungsdienstleisters Aviapartner werden sich am 19. November am Flughafen Düsseldorf versammeln, um das Ende von fast 25 Jahren Dienstleistung im Bereich der Fluggast- und Flugzeugabfertigung zu würdigen. Die Veranstaltung folgt auf die Insolvenz des Unternehmens und die Übernahme seiner Geschäfte durch neue Anbieter Anfang dieses Jahres. Unterdessen bleibt der Flughafen mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Streit über die Abwicklung des Übergangs.

Die Schließung von Aviapartner führte zu einer Umstrukturierung der Bodenabfertigungsdienste am Düsseldorfer Flughafen. Im März 2026 wurden 187 Beschäftigte entweder von der AAS übernommen oder fanden neue Positionen bei anderen Dienstleistern. Der Flughafen betont, dass die einst von Aviapartner betreuten Flüge nun reibungslos unter der Regie der AAS ablaufen und es keine Meldungen über Beeinträchtigungen für Passagiere gebe.

Die Gewerkschaft ver.di kritisiert hingegen das Vorgehen des Flughafens. Sie argumentiert, dass die 2023 erfolgte Ausweitung des Lizenzsystems einen geordneten Übergang unmöglich gemacht habe. Andrej Bill, Sekretär bei ver.di, erklärte, die Krise sei auf politische Entscheidungen und nicht auf betriebliche Versäumnisse zurückzuführen. Er würdigte die langjährige Arbeit der Aviapartner-Mitarbeiter, von denen viele jahrzehntelang zum reibungslosen Ablauf am Flughafen beigetragen hätten.

Der Flughafen Düsseldorf erkennt die emotionale Bedeutung der Zusammenkunft am 19. November an, verweist jedoch auf strenge rechtliche Vorgaben nach der Schließung von Aviapartner. Zudem stellt er klar, dass die Lizenzentscheidungen vom Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen auf Basis bundesweiter Regelungen getroffen wurden – und nicht vom Flughafen selbst.

Um die betroffenen Beschäftigten zu unterstützen, hat ver.di für Dezember eine spezielle Jobmesse für ehemalige Aviapartner-Mitarbeiter organisiert. Die Gewerkschaft wirft dem Flughafen vor, keine vergleichbare Veranstaltung anzubieten, was die angespannten Beziehungen weiter belastet.

Die Veranstaltung am 19. November wird als letzter Abschied der Aviapartner-Belegschaft nach jahrelangem Einsatz dienen. Während der Flughafen betont, dass der Betrieb nicht beeinträchtigt sei, fordert ver.di weiterhin bessere Unterstützung für die entlassenen Mitarbeiter. Der Konflikt verdeutlicht die anhaltenden Spannungen um Arbeitsbedingungen und regulatorische Entscheidungen in der Luftfahrtbranche.

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