116 Meter hoher Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven mit kontrollierter Sprengung gefallen
Valeria Trub116 Meter hoher Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven mit kontrollierter Sprengung gefallen
116 Meter hoher Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch kontrollierte Sprengung abgerissen
Am 6. September 2025 wurde ein 116 Meter hoher Kühlturm im Kraftwerk Gelsenkirchen-Scholven durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Der Energiekonzern Uniper setzte dabei 60 Kilogramm Sprengstoff ein, um das Bauwerk zum Einsturz zu bringen – ein weiterer Schritt bei der Umstellung des Standorts weg von der Kohle.
Die Abrissarbeiten im Kraftwerk Scholven hatten bereits im April 2024 mit der Stilllegung des Kohleblocks begonnen. Zum Zeitpunkt der Sprengung richtete Uniper eine 300 Meter große Sicherheitszone ein und sperrte vorübergehend angrenzende Straßen. Anwohner mussten ihre Häuser nicht verlassen.
Beim Einsturz des Turms entstanden rund 11.000 Tonnen Betonschutt, die das Unternehmen vor Ort wiederverwerten will. Dieses Vorgehen entspricht der früheren Praxis von Uniper, das bereits 2008 die Kühltürme G und H durch kontrollierte Sprengungen abgerissen hatte.
Weitere Abrissarbeiten sind für 2025 und 2026 geplant, darunter das Kesselhaus F und die REA-Anlage. Die freigewordenen Flächen sollen Platz machen für ein neues, wasserstofftaugliches Gaskraftwerk, das vollständig mit Wasserstoff betrieben werden kann.
Die Sprengung markiert den Wandel des Standorts Scholven hin zu sauberer Energie. Uniper plant den Bau eines wasserstofffähigen Kraftwerks, um Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit in Einklang zu bringen. Gleichzeitig soll die industrielle Zukunft des Standorts gesichert werden.






